50 Jahre Jubiläum: Garage Julmy
11. Oktober 2025 – Bericht in den Freiburger Nachrichten
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Die Garage Julmy in Schmitten feiert das 50-jährige Bestehen. Das Jubiläum bringt für die Firma einen grossen Richtungswechsel mit sich.
Seit 50 Jahren repariert und verkauft die Garage Julmy Autos. Angefangen hat alles als Ein-Mann-Betrieb, als Oskar Julmy 1975 eine Garage im Schmittner Unterdorf übernahm. Sechs Jahre später erfolgte der Umzug an den Standort Zirkels, wo die Garage Julmy bis heute zu Hause ist und sieben Mitarbeitende beschäftigt.
Über 40 Jahre lang war die Garage mit der Marke Fiat verbunden, doch seit einem Jahr setzt die Garage ausschliesslich auf Sympacar. Anlässlich des 50. Jubiläums erzählt Markus Julmy, Sohn des Gründers und seit 2003 Inhaber der Garage, wie der Spurwechsel vonstatten ging und auf was für Entwicklungen die Automobilbranche seit einigen Jahren zusteuert.
Eine markenunabhängige Garage
«Bereits seit fünf Jahren verfolgen wir mit Sympacar ein freies Markenkonzept. Dies ermöglicht uns noch mehr Flexibilität und Kundenorientierung», sagt Markus Julmy. Das unabhängige Markenkonzept unterstützt Garagen mit spezifischen Ersatzteilen, technischen Unterlagen und Schulungsplattformen. Dadurch ist es möglich, für Autos aller gängigen Marken professionelle Leistung anzubieten. 2020 wurde die Garage Julmy zum ersten Partner von Sympacar.
Zuvor war die Garage über 40 Jahre lang offizieller Händler von Fiat und zuletzt auch für deren Tochtermarken Abarth und Fiat Professional. Der Wandel zu einer markenfreien Garage erfolgte aufgrund von internen Umstrukturierungen bei Fiat. Ausserdem wollte Julmy die Kundschaft verstärkt in den Mittelpunkt stellen. «Wir können nun viel näher und persönlicher bedienen, was gerade in unserer Branche sehr wichtig ist», so der Inhaber.
Da die Garage bereits früh Sympacar als zweites Standbein hinzugezogen hatte, sei die Umstellung sehr gut gelungen. Ausserdem waren die Mitarbeitenden von Anfang an in den Prozess miteinbezogen. «Es brauchte aber schon ein wenig Energie», gibt Julmy zu. «Von einem Tag auf den anderen wurde man ein echter Unternehmer. Jetzt gibt man sich die Leitplanke selber vor.»
Stockende Automobilwirtschaft
Die Automobilwirtschaft habe in den letzten Jahren einige Veränderungen erfahren, sagt der Garagist. Seit Corona hält sich beispielsweise der Trend, ein Auto viel länger zu behalten. «Früher wurde ein zwölfjähriges Auto durch einen Neuwagen ersetzt. Heute wird es repariert.» Während die Werkstatt also immer sehr gut laufe, sei der Verkauf teilweise stark zurückgegangen. Julmy führt den Trend auf die unsichere Wirtschaftslage zurück. «Eine neues Auto als Nice-to-have zu kaufen – das kommt heute nicht mehr so oft vor.»
Interessant ist zudem die Entwicklung beim Verkauf von Elektroautos. Julmy begrüsst, wie die Politik mit der Umstellung auf Elektroautos die Energiewende vorantreiben möchte. Er gibt jedoch zu bedenken, dass die breite Kundschaft für diese schnelle Veränderung noch nicht bereit sei. Während zu Beginn ein grosser Hype um die emissionsfreien Autos da war, stagniere das Elektrogeschäft momentan stark.
«Der grösste Bremser sind die fehlenden Ladeinfrastrukturen», so Julmy. Gerade für Personen ohne Wohneigentum sei das Laden eines Elektroautos an einer öffentlichen Ladestation mit grossem Aufwand verbunden. Viele glaubten auch, mit einem E-Auto nicht weit genug fahren zu können. Bei einem Elektroauto mit einer Reichweite von 400 Kilometern und einer durchschnittlichen täglichen Fahrstrecke von rund 40 Kilometern in der Schweiz seien diese Sorgen jedoch unbegründet.